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Teilnehmende üben den Kopfstand in einem Yogastudio mit Backsteinwand

Ashtanga · Mysore-Stil · Alle Level · 60–90 Min. · Englisch

Ashtanga & Mysore Yoga in Berlin

Eine feste Abfolge, in deinem eigenen Atemrhythmus, mit einer Lehrkraft an deiner Seite. Mysore am frühen Morgen in Prenzlauer Berg, auf Englisch. Die Serie musst du nicht kennen.

Frau balanciert in der Krähe auf einer Matte

Ashtanga · Mysore-Stil · Alle Level · 60–90 Min. · Englisch

Teilnehmende im Kopfstand auf ihren Matten

Ashtanga · Mysore-Stil · Alle Level · 60–90 Min. · Englisch

Frau sitzt im Schneidersitz in Meditation, von hinten gesehen

Ashtanga · Mysore-Stil · Alle Level · 60–90 Min. · Englisch

Frau balanciert auf den Unterarmen mit angewinkelten Beinen über dem Kopf

Ashtanga · Mysore-Stil · Alle Level · 60–90 Min. · Englisch

Frau übt die Krähe draußen auf der Wiese

Ashtanga · Mysore-Stil · Alle Level · 60–90 Min. · Englisch

Gruppe übt gemeinsam eine Standbalance im Yogastudio

Ashtanga · Mysore-Stil · Alle Level · 60–90 Min. · Englisch

Was ist Ashtanga Yoga?

Ashtanga Yoga ist ein dynamischer Stil: Du übst jedes Mal dieselbe feste Abfolge von Haltungen, und jede Bewegung gehört zu einer Ein- oder Ausatmung. Drei Dinge begleiten dich dabei ständig, oft Tristhana genannt: der Atem, die Bandhas (ein sanftes Anheben von Beckenboden und Unterbauch) und ein fester Blickpunkt in jeder Haltung. Weil sich die Abfolge nie ändert, musst du nicht mehr überlegen, was als Nächstes kommt, und merkst stattdessen, wie du dich bewegst.

Der Name stammt aus Patanjalis Yoga Sutra, wo „Ashtanga“ für die acht Glieder des Yoga steht. Die Abfolge selbst ist eine moderne Methode. In den 1930er-Jahren unterrichtete Tirumalai Krishnamacharya im Palast von Mysore in Südindien eine kraftvolle, an den Atem gekoppelte Praxis. Sein Schüler K. Pattabhi Jois gründete 1948 in Mysore sein eigenes Institut. Jois führte die Serien auf einen alten Text zurück, der nie aufgetaucht ist. Historiker wie Mark Singleton erkennen darin auch Einflüsse aus der Gymnastik des frühen 20. Jahrhunderts. Ehrlich gesagt ist Ashtanga also eine moderne Methode mit alten Wurzeln.

Der Mysore-Stil ist die ursprüngliche Unterrichtsform des Ashtanga. Vorne sagt niemand Haltungen an. Alle im Raum üben ihren eigenen Teil der Abfolge in ihrem eigenen Atemtempo, und die Lehrkraft geht von Matte zu Matte, zeigt die nächste Haltung und hilft, wo es nötig ist. Am ersten Morgen lernst du eine kurze Abfolge im Einzelunterricht, mitten in einer ruhigen Gruppe. Deshalb ist Mysore einer der leichtesten Wege in die Ashtanga-Praxis, nicht der schwerste.

Bei Yogicescape unterrichtet Shambhu Mysore am frühen Morgen in Prenzlauer Berg, immer auf Englisch. Viele Berliner Shalas unterrichten vor allem auf Deutsch, hier lernst du die Methode auf Englisch, bevor dein Arbeitstag beginnt. Außerdem bleibst du flexibel: Mit derselben Karte kannst du in beiden Studios auch Vinyasa, Yin und Klangstunden besuchen, sodass Ashtanga gut neben deiner übrigen Praxis Platz findet.

Teilnehmende im Kopfstand auf ihren Matten

So läuft eine Ashtanga Yoga-Stunde ab

  1. Ankommen

    Komm innerhalb des Startfensters

    Der Raum ist ruhig, andere üben schon, jede und jeder an einer anderen Stelle der Abfolge. Es gibt keine Musik, und vorne zählt niemand an. Roll deine Matte aus und warte, bis die Lehrkraft zu dir kommt.

  2. Vor dem Start

    Sag, dass du neu bist

    Erwähne Verletzungen und sag, ob Hilfe mit den Händen für dich okay ist oder du lieber nur mündliche Hinweise möchtest. Beides ist völlig in Ordnung.

  3. Erste 15 Min.

    Eine kurze Abfolge lernen

    Du musst vorher nichts können. Die Lehrkraft zeigt dir den Sonnengruß A, vielleicht B und ein paar Haltungen im Stehen, und wie der Atem zu jeder Bewegung passt.

  4. 15–35 Min.

    In deinem Tempo üben

    Du wiederholst diese kurze Abfolge im Rhythmus deines eigenen Atems. Die Lehrkraft schaut regelmäßig vorbei, korrigiert behutsam und beantwortet leise deine Fragen.

  5. Nach 20–40 Min.

    Ruhen und gehen

    Du endest im Liegen und bist dann für heute fertig, auch wenn andere weiterüben. Beim nächsten Mal wiederholst du das Gelernte, und neue Haltungen kommen dazu, sobald die bisherigen sicher sitzen.

Frau balanciert in der Krähe auf einer Matte

Atem, Bandha, Blick: So funktioniert die Methode

Von außen sieht Ashtanga aus wie eine Folge von Haltungen. Was die Praxis ausmacht, ist, wohin du in diesen Haltungen deine Aufmerksamkeit lenkst.

Ujjayi-Atmung

Du atmest gleichmäßig durch die Nase ein und aus, mit einem leisen Rauschen im Hals. Jede Bewegung hat ihren Atemzug. So bestimmt der Atem dein Tempo und zeigt dir, wann du zu viel willst.

Bandha

Ein leichtes Anheben des Beckenbodens und ein sanftes Einziehen des Unterbauchs. Das gibt der Bewegung eine stabile Mitte. Lehrkräfte erklären das unterschiedlich, und es ist normal, wenn du eine Weile brauchst, bis du es spürst.

Drishti

Jede Haltung hat einen festen Blickpunkt, etwa die Nasenspitze, den Nabel oder eine Hand. Bleibt der Blick ruhig, wandert auch der Kopf nicht durch den Raum. Jois selbst beschrieb Tristhana als Haltung, Atem und Blick. Viele Lehrkräfte unterrichten es heute als Atem, Bandha und Blick.

Die erste Serie

Sonnengruß A und B, Haltungen im Stehen, Vorbeugen im Sitzen, Drehungen und Hüftöffner, dann eine Schlussabfolge und Ruhe. Erfahrene brauchen für die ganze Serie 90 Minuten oder länger. Als Anfängerin oder Anfänger übst du eine gekürzte Fassung, die mit der Zeit wächst.

Mysore-Stil oder geführte Stunde

In einer geführten Stunde zählt die Lehrkraft die Atemzüge, und alle bewegen sich gemeinsam. Im Mysore-Stil übst du in deinem Atemrhythmus, kommst innerhalb eines Zeitfensters und bekommst persönliche Anleitung. Für den Einstieg ist Mysore meist der sanftere Weg.

Hilfestellung nur, wenn du willst

Im Mysore-Stil helfen Lehrkräfte manchmal mit den Händen. Du kannst jederzeit Nein sagen, vor der Stunde oder mittendrin, und dir nur mündliche Hinweise wünschen. Eine gute Lehrkraft passt sich einfach an.

Frau sitzt im Schneidersitz in Meditation, von hinten gesehen

Was Ashtanga kann und was nicht

Um Ashtanga ranken sich große Behauptungen, von „dem härtesten Yoga“ bis zur Entgiftung. Hier steht, was Studien tatsächlich stützen, in einfachen Worten und mit Quellen, wo es sie gibt.

Fitter und kräftiger werden

Wenig belegt

Sonnengrüße erreichen eine mittlere Belastung, eine ganze Stunde im Hatha-Stil lag in der Messung aber im Schnitt nur bei leichter Intensität. Durchgehendes Ashtanga dürfte darüber liegen, direkte Messungen gibt es jedoch kaum. Hagins 2007

Blutdruck und Blutzucker

Teilweise belegt

Übersichtsarbeiten zeigen bessere Blutdruck- und Blutzuckerwerte für Yoga allgemein, meist für Stile mit Atem- und Entspannungsanteilen. Keine dieser Studien hat Ashtanga untersucht, die Ergebnisse lassen sich also nicht einfach übertragen. Thind 2017

Besseres Gleichgewicht

Wenig belegt

Eine kleine achtwöchige Pilotstudie mit Ashtanga-basiertem Yoga und 21 sehbehinderten Erwachsenen fand eine stabilere Körperhaltung. Ermutigend, aber viel zu klein für allgemeine Aussagen. Jeter 2015

Konzentration und ein ruhigerer Kopf

Wenig belegt

Die feste Abfolge und der Fokus auf den Atem machen das plausibel, und Yoga allgemein zeigt positive Effekte auf die Psyche. Für Ashtanga speziell hat das keine Studie getestet.

Verletzungsrisiko

Wenig belegt

In einer Umfrage berichteten 62 % der Ashtanga-Übenden von einer Verletzung, die länger als einen Monat anhielt, meist an Knie, Oberschenkelrückseite oder unterem Rücken. Eine Vergleichsgruppe gab es nicht. Über 94 randomisierte Studien hinweg war Yoga insgesamt so sicher wie übliche Behandlung und Sport. Erzwinge nie den Lotussitz oder tiefe Vorbeugen. Cramer 2015

Entgiften: „Giftstoffe ausschwitzen“

Nicht belegt

Nicht belegt. Um Abbauprodukte kümmern sich Leber und Nieren; über den Schweiß verlassen keine nennenswerten Mengen an Giftstoffen den Körper.

Pause an Mondtagen

Traditionelle Sicht

Viele Ashtanga-Schulen üben an Voll- und Neumond nicht und begründen das mit Vorstellungen von Energie. Das ist eine Tradition, die manche Lehrkräfte pflegen, kein Thema der Forschung.

Frau übt die Krähe draußen auf der Wiese

Passt Ashtanga Yoga zu dir?

Passt gut, wenn du …

  • Struktur und Wiederholung magst und gern siehst, wie du von Woche zu Woche vorankommst
  • früh aufstehst oder deine Praxis erledigt haben willst, bevor die Arbeit beginnt
  • von Vinyasa oder Power Vinyasa kommst und die Methode kennenlernen willst, aus der Flow-Yoga entstanden ist
  • persönliche Aufmerksamkeit von einer Lehrkraft willst, ohne Privatstunden zu bezahlen
  • neu im Yoga bist und lieber Schritt für Schritt lernst, statt mit einer Gruppe mitzuhalten
  • Ashtanga auf Englisch üben möchtest

Eher nicht, oder mit Anpassung, wenn du …

  • Knieprobleme oder sehr feste Hüften hast: Du kannst kommen, aber erzwinge nie den Lotussitz und sag der Lehrkraft Bescheid, damit sie Haltungen austauscht
  • empfindliche oder schwache Handgelenke hast: Die Sonnengrüße belasten die Hände stark, fang also langsam an und frag nach Varianten
  • akute Rückenschmerzen, einen Bandscheibenvorfall, eine frische Verletzung, Bluthochdruck oder Glaukom hast: Kläre das vorher ärztlich ab, denn Vorbeugen, Sprünge und Umkehrhaltungen müssen angepasst werden
  • schwanger bist: Das ist nicht der Moment, mit Ashtanga anzufangen; sprich mit deiner Hebamme oder Ärztin und probier stattdessen unser Schwangerschaftsyoga
  • jedes Mal eine andere Stunde willst: Die feste Abfolge ist der Kern, Vinyasa passt dann besser zu dir
  • dich sehr steif fühlst und langsamer einsteigen willst: Yin Yoga oder eine Vinyasa-Stunde für alle Level ist der sanftere erste Schritt
Frau balanciert auf den Unterarmen mit angewinkelten Beinen über dem Kopf

Ashtanga Yoga im Vergleich

StilTempoWie es sich anfühltGut für
Ashtanga / MysoreIm Atemrhythmus; im Mysore-Stil in deinem TempoJedes Mal dieselbe Abfolge, persönliche Anleitung, warm und forderndStruktur, Routine, Schritt für Schritt lernen
Vinyasa FlowFließend, an den Atem gekoppelt, angeleitetJede Stunde anders, mittlere bis hohe AnstrengungAbwechslung, Energie, allgemeine Fitness
Power VinyasaSchnell und intensiv, angeleitetFokus auf Kraft, hohe AnstrengungErfahrene, die ein kräftiges Training suchen
Hatha YogaMittel, einige Atemzüge pro HaltungLeichte bis mittlere Anstrengung, Fokus auf AusrichtungEine ruhige, ausgewogene Grundlage
Yin YogaSehr langsam, 3–5 Min. am BodenMuskeln entspannt, wenig Anstrengung, mental forderndRunterkommen und Stille üben
Gruppe übt gemeinsam eine Standbalance im Yogastudio

Wann und wo

Ashtanga läuft als Mysore am frühen Morgen, vor allem in unserem Studio in Prenzlauer Berg, an manchen Tagen auch später. Die Einheiten dauern 60 bis 90 Minuten, am Anfang gehst du oft früher. Du buchst einzeln oder nutzt eine Karte bzw. dein Abo.

Prenzlauer Berg

Naugarder Straße 14 10409 Berlin

4,7· 125 Google Rezensionen

Friedrichshain

Rigaer Straße 25 10247 Berlin

4,6· 58 Google Rezensionen
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Diese Lehrer:innen unterrichten Ashtanga Yoga

Aktualisiert: September 2026

Häufige Fragen

Alles, was du wissen musst.

Ja, vor allem im Mysore-Stil. Du wirst vom ersten Mal an persönlich angeleitet, beginnst mit einer kurzen Abfolge von 20 bis 40 Minuten, und neue Haltungen kommen erst dazu, wenn du so weit bist. Einer schnellen geführten Stunde zu folgen ist am Anfang schwieriger, deshalb empfehlen wir für den Einstieg Mysore.

Messen lässt sich das nicht. Die ganze erste Serie als geführte Stunde ist körperlich fordernd, im Mysore-Stil passt sich die Praxis aber an dich an: Am Anfang übst du vielleicht 25 Minuten Sonnengrüße und Haltungen im Stehen. Was viele wirklich fordert, ist, regelmäßig wiederzukommen.

Der Mysore-Stil ist die traditionelle Art, Ashtanga zu unterrichten, benannt nach der indischen Stadt, in der er entstanden ist. Alle üben ihren eigenen Teil der Abfolge in ihrem eigenen Atemtempo, und die Lehrkraft geht durch den Raum und leitet einzeln an. Es ist kein anderes Yoga, sondern eine andere Art, es zu lernen.

Ashtanga folgt jedes Mal derselben festen Abfolge, Vinyasa-Stunden sind jedes Mal anders aufgebaut. Vinyasa Flow ist aus Ashtanga hervorgegangen, deshalb verbinden beide Bewegung und Atem. Wenn du Abwechslung liebst, passt Vinyasa; wenn du Routine und sichtbare Fortschritte magst, probier Ashtanga.

Nein. In deinen ersten Mysore-Einheiten zeigt dir die Lehrkraft jede Haltung, sobald sie dran ist. Weil sich die Abfolge wiederholt, sitzt sie nach ein paar Wochen ganz von allein, und wenn du etwas vergisst, ist die Lehrkraft da.

Traditionell wird Ashtanga sechs Tage die Woche geübt, aber damit fängst du nicht an. Zwei bis drei Einheiten pro Woche sind ein realistischer Start. Regelmäßig und dafür kürzer bringt mehr als ab und zu eine lange Einheit.

Viele Ashtanga-Schulen üben an Voll- und Neumond nicht und begründen das mit traditionellen Vorstellungen von Energie. Wissenschaftlich belegt ist das nicht; es ist ein Brauch, den manche Lehrkräfte pflegen. Welche Einheiten stattfinden, siehst du im aktuellen Stundenplan.

Nein, Hilfestellungen sind immer freiwillig. Sag der Lehrkraft vor der Stunde, wenn du nur mündliche Hinweise möchtest. Auch während der Praxis kannst du jederzeit Nein sagen.

Das hängt von der Verletzung ab. Bei Problemen mit Knien, Handgelenken oder Rücken geht es oft mit angepassten Haltungen, kläre das aber vorher ärztlich ab und sag der Lehrkraft vor dem Start Bescheid. Erzwinge nie den Lotussitz oder tiefe Vorbeugen, und hör auf, wenn du stechenden Schmerz spürst.

Alle unsere Mysore-Einheiten sind auf Englisch. Matten und Hilfsmittel sind da, du brauchst also nur Kleidung, in der du dich gut bewegen kannst. Üb mit möglichst leerem Magen, am besten zwei bis drei Stunden vorher nichts Schweres essen.

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